🛠️ Technologie & Daten

GIS-Technologie & Geodaten

Wir nutzen modernste Geoinformationssysteme (GIS), um komplexe Umweltdaten für jedermann verständlich zu machen. Hier erfahren Sie, welche Technologien und Datenquellen hinter unseren interaktiven Karten stehen.

Was sind Geoinformationssysteme (GIS)?

Ein Geoinformationssystem (GIS) ist ein computergestütztes System zur Erfassung, Speicherung, Analyse und Darstellung von raumbezogenen Daten. Im Kontext von Zuru Zonen verwenden wir GIS-Technologie, um Hochwasserrisiken, Starkregen-Gefahrenklassen und ZÜRS-Zonierungen auf interaktiven Karten sichtbar zu machen.

Anders als statische Bilder ermöglichen unsere GIS-Karten eine dynamische Interaktion: Sie können zoomen, Ihren Standort suchen, verschiedene Datenebenen aktivieren und durch Klick auf bestimmte Gebiete detaillierte Informationen zur Gefährdungslage abrufen. Alle Berechnungen basieren auf amtlichen Geodaten der zuständigen Behörden.

📡 Unsere Datenquellen

Die Qualität einer Gefahrenkarte steht und fällt mit der Qualität der zugrunde liegenden Daten. Wir verwenden ausschließlich offizielle, behördlich geprüfte Datenquellen:

BKG WMS-Dienste Bundesbehörde
Bundesamt für Kartographie und Geodäsie

Starkregen-Gefahrenkarten mit Fließwegen, Überflutungstiefen und Fließgeschwindigkeiten. Die Daten werden als Web Map Service (WMS) in Echtzeit abgerufen.

GDV ZÜRS Geo Branchenverband
Gesamtverband der Dt. Versicherungswirtschaft

Offizielle Zonierungsdaten für jede Adresse in Deutschland. Grundlage der ZÜRS-Zonen 1–4 und der Risikoklassifizierung.

OpenStreetMap Open Source
Open Data Community

Kostenloses Kartenmaterial als Basislayer: Straßen, Gebäude, Gewässer und Points of Interest unter der Open Database License (ODbL).

Nominatim API Open Source
OpenStreetMap

Geokodierungs-Service für die Adresssuche: Wandelt Straßennamen und PLZ in Koordinaten um, damit Sie Ihren Standort auf der Karte finden.

DWD Klimadaten Bundesbehörde
Deutscher Wetterdienst

Historische Niederschlagsdaten und Starkregenereignisse für die Validierung von Risikoeinschätzungen.

⚙️ Technologie-Stack

Unsere Karteninfrastruktur ist auf maximale Performance und minimale Ladezeiten ausgelegt. Durch den Verzicht auf schwere JavaScript-Frameworks und die Nutzung nativer Browser-APIs erreichen wir exzellente Core Web Vitals auch auf mobilen Geräten.

🗺️

Leaflet.js

Leichtgewichtige JavaScript-Bibliothek für interaktive Karten (BSD 2-Clause Lizenz). Leaflet benötigt nur ~42 KB und unterstützt Touch-Gesten für mobile Geräte.

📦

GeoJSON-Tiles

Für Bodenrichtwert-Karten nutzen wir ein eigenes Tile-System: Große Shapefiles werden in stadtteilbasierte GeoJSON-Dateien aufgeteilt, die on-demand geladen werden.

🌐

WMS-Integration

Web Map Services (WMS) liefern Kartenbilder in Echtzeit vom Server der Behörde. Vorteil: Daten sind immer aktuell, ohne lokale Kopie.

📍

Geokodierung

Die Adresssuche verwendet die Nominatim API für die Umwandlung von Adressen in Koordinaten (Geokodierung) — ohne kommerzielle API-Kosten.

WMS vs. GeoJSON: Zwei Ansätze für Geodaten

Bei der Darstellung von Geodaten gibt es grundsätzlich zwei Ansätze, die wir je nach Anwendungsfall einsetzen:

Eigenschaft WMS (Web Map Service) GeoJSON-Tiles
Datenformat Rasterbild (PNG/JPEG) Vektordaten (JSON)
Interaktivität Nur GetFeatureInfo-Abfragen Volle Interaktion (Klick, Hover, Styling)
Aktualität Immer aktuell (Echtzeit-Rendering) Muss regelmäßig aktualisiert werden
Bandbreite Pro Kachel ~20-100 KB Pro Tile ~5-50 KB (komprimiert)
Einsatz bei uns Starkregen-Gefahrenkarte Bodenrichtwert-Karten

Hinweis für Entwickler und Fachleute: Unsere gesamte Karten-Engine ist auf maximale Performance und minimalen Cumulative Layout Shift (CLS) optimiert. Die Kartencontainer verwenden feste Höhenangaben und Skeleton-Loader, um Layout-Verschiebungen beim Laden zu vermeiden. Bei Fragen zur technischen Integration kontaktieren Sie uns gerne über unser Kontaktformular.